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Portraits aus Wiesbaden am Platz der Deutschen Einheit
Wiesbadener Bürger konnten sich in der Zeit vom 21.4. bis 30.7.2007 in einem in der Jugendverkehrsschule am Platz der Deutschen Einheit eingerichtetem Fotostudio kostenlos fotografieren lassen. Die Porträts im Format 40 x 60 cm werden in den Schaufenstern des Gebäudes großformatig ausgestellt.
Das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und das Medienzentrum Wiesbaden fördern dieses Kunstprojekt, das von den Fotografen Reinhard Berg, Frank Deubel, Iris Kaczmarczyk und Hajo Weber im Rahmen der diesjährigen Wiesbadener Fototage durchgeführt wird.
Wiesbadener Fotografen wollen den Blick auf die Bürger des Wiesbadener Westends lenken. In diesem Stadtviertel leben Menschen vielfältigster kultureller und nationaler Herkunft. Aktuelle Stadtpolitik ist es, durch verschiedene städtische und lokale Initiativen das Wohn-, Geschäfts- und Handwerksviertel so zu entwickeln, dass die Lebensqualität seiner Bewohner verbessert wird. Städtebauliche und soziale Maßnahmen werden gefördert und auch kulturelle, wie die von der Kulturdezernentin Rita Thies angeregte Fotoaktion im Rahmen der ‚Wiesbadener Fototage‘. Die Fotografien sollen Aufmerksamkeit auf die Menschen des Westends lenken und Bürger Wiesbadens „zeigen Gesicht“. Ausstellungsorte der Fotografien sind die Schaufenster eines ehemaligen Kaufhausprovisoriums am Platz der Deutschen Einheit, der das Westend mit der Innenstadt verbindet.
Das Porträt
Wir haben uns für das ausdrucksstärkste Abbild des Menschen entschieden: das fotografische Porträt. Das menschliche Gesicht ist in der Wahrnehmung ein primärer Blickfang, auf seine Augen reagieren wir in der visuellen Zwiesprache zuerst. Als Bild ist es wichtig u.a. bei Präsentationsorten mit Fernwirkung: das Porträt provoziert Blickkontakt, macht neugierig, regt Vergleiche an, ordnet zu und grenzt ab, …
Die Schwarzweiß-Fotografie
Das Porträt als Schwarzweiß-Fotografie wirkt anders als eines in Farbe. Die Grauwerte machen in gewisser Weise „gleich“ und lenken daher den Blick auf das Unterschiedliche und damit das Individuelle.
Der fotografische Moment
Wir konzentrieren uns auf einen sonst nicht wahrnehmbaren Augenblick: In einer hundertsten Sekunde wird die Mimik festgehalten, Fotografen und Fotografierte entscheiden, welcher Ausdruck festgehalten wird. Angestrebt wird eine nicht spektakuläre Haltung.
Ich
Wir wollen, dass die Fotografierten zu ihrem Porträit und der Präsentation sagen: „Das bin
ich.“, „Hier bin ich.“ und „das bin ich mit anderen“. Das geht zusammen mit dem Thema der
diesjährigen Wiesbadener Fototage „Ego die fotografische Erkundung des Ich“, die vom
15. September bis 7. Oktober 2007 durchgeführt werden.
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